Nach Singapur und Malaysia stand nun die dritte Etappe an: Kambodscha. Auch für mich war es das erste mal.
Den Anfang machte aber die Anreise aus Kuala Lumpur mit Air Asia. Unser Flug sollte um 18 Uhr gehen und wir waren etwa zwei Stunden vorher am Flughafen. Etwas chaotischer als die bisher und wie wir dann leider sahen, hatte unser Flug Verspätung. 30 Minuten sind nicht viel, also gaben wir unsere Koffer ab, und spazierten etwas durch den Flughafen, auf die Besucherterasse und erkundeten die Shops.
Im Oktober noch einmal etwas Sonne genießen ist angenehm. Da bietet sich besonders Zypern an. Also sind wir mit Austrian Airlines über Wien auf die östlichste Mittelmeerinsel geflogen. Die Flüge waren in Ordnung und relativ pünktlich. Leider kam mein Koffer nicht mit.
Die Einreise nach Kuala Lumpur war auch unkompliziert und schnell. Nachdem wir die Koffer hatten sind wir nach draußen und haben uns am Taxistand einen Transport zum Hotel gebucht. Dort kann man auch mit Kreditkarte zahlen, im Taxi nur Bar. Alternativ kann man auch mit dem KL Express zur Station KL Sentral fahren und dann mit U-Bahn und Monorail weiter.
Es gab wieder ein leckeres Frühstück. So gut gestärkt haben wir und das kleine Städtchen noch einmal bei Tageslicht in Ruhe angeschaut. Die Bauten sind wirklich wunderschön. In der Kirche San Carlo kann man für einen Euro auf das Dach steigen und die Aussicht auf die Umgebung genießen. Auch diese liegt an der Hauptstraße, an der die meisten Sehenswürdigkeiten zu finden sind.
Nach dem Spaziergang sin wir ein Stückchen weiter nach Ragusa gefahren. Die Stadt liegt auf zwei Hügeln malerisch umgeben von Bergen. Wir sind nach Ragusa Ibla, dem alten Teil und konnten in der Nähe der Giardino Iblo kostenlos den Wagen abstellen. Heute war es sehr heiß und die Stadt quasi leer. Wir haben uns die Gärten um die Chiesa di San Giacomo Apostolo angesehen und sind dann weiter (bergauf) zum großen Duomo di San Giorgio. Ragusa gehört übrigens auch zum Val die Noto. Auch wenn sie so heißt, ist die eigentliche Kathedrale in der Oberstadt auf dem anderen Hügel zu finden.
Der Duomo thront über Ibla. Eine große Treppe führt zum Eingangsportal und gibt so einen wuchtigen Eindruck von der Kirche. Da der Blick bergauf geht, wirkt sie umso größer.
Des weiteren sind ein paar schöne Palazzos in der Stadt zu finden und, wenn man weiter nach Westen läuft, auch eine schöne Aussicht auf die Oberstadt. Genau dorthin sind wir dann über die Serpentinen des Corso Manzini (mit Fotostopps) weiter, bzw. eher durchgefahren, denn wir hatten noch einiges vor. Die Straße führte weiter kurvenreich hinab nach Comiso und anschließend über eine fruchtbare Ebene vorbei an Vittoria und Gela bis nach Licata. Eigentlich hatten wir nicht vor in den Ort reinzufahren, aber wir hatten etwas Hunger und so fanden wir hier Sizilianische Reisbällchen als willkommenen Snack.
Gut gestärkt fuhren wir weiter bis nach Porto Empedocle wo wir ein Zimmer im Brezza Marina gebucht hatten. Eine kleine Unterkunft, direkt am langen Sandstrand. Sie hat nur wenige Zimmer, aber die sind super eingerichtet und haben alles was man braucht.
Wir wollten aber nachdem einchecken direkt weiter zu den Scala dei Turchi. Das sind weiße Felsen, die ins Meer ragen und besonders im Sonnenuntergang magisch aussehen. Wir parkten in der Nähe (Alle Parkplätze sind kostenpflichtig), da es schon recht spät war, zum halben Preis und liefen am Wasser entlang zu den Felsen. Es waren schon einige Leute da, aber nicht überfüllt. So genossen wir die letzten Sonnenstrahlen über dem Wasser.
Auf dem Rückweg tranken wir noch ein Glas Wein in der Lounge Beach Scala dei Turchi. Wir wollten heute gerne Fisch essen und uns wurde das Ristorante Golden Beach Porto Empedocle empfohlen, das auch noch um die Ecke vom Hotel lag. Die Athmosphäre im Lokal war nicht so schön; groß und kantinenartig. Auch wenn es an der Küste liegt, hat man leider keinen Meerblick, da die Vorhänge alle geschlossen waren. Aber dafür war das Essen sehr gut und auch vom Preis her empfehlenswert.
FrühstückDer DomDer Dom von obenAussicht auf die StadtPark in RagusaDom in RagusaHotel in Porto EmpedocleScala dei TurchiGlatt und weiß
Tag 4
Auch hier gab es ein kleines Frühstück. Wir waren es schon gewohnt, dass es hauptsächlich süße Speisen zum Frühstück gibt. Die Unterkunft wird privat geführt und wir wurden super umsorgt.
Unweit liegt die Stadt Agrigent, weit oberhalb auf einer Anhöhe. Bekannt ist die Stadt aber vor allem für das Tal der Tempel. Das UNESCO Weltkulturerbe ist eigentlich kein Tal sondern ein Bergrücken mit vielen gut erhaltenen (bzw renovierten) griechischen Tempeln.
Wir haben ganz im Osten am Tempio di Giunone geparkt (5 Euro) und Tickets für die Anlage gekauft (12 Euro). Wer auch noch die Gärten der Kolymbethra anschauen möchte, zahlt 17 Euro, aber dafür war es uns zu heiß. Vom Juno Tempel sind wir immer in Richtung Westen bergab gelaufen. Als nächsten kam der schöne Tempio della Concordia, der Tempio di Ercole (Heraklestempel) und der Tempel des Zeus. Von den letzteren sind aber nur noch die Grundmauern und wenige Säulen erhalten. Es gibt noch weitere Tempel zu sehen, aber diese vier sind die Hauptattraktionen. Auf jeden Fall ist es ein Muss diese schöne Anlage zu besuchen.
Nun stand die Rückfahrt nach Palermo an. Wir fuhren erst bis nach Sciacca und sind dort noch etwas Spazieren gegangen, bis ein Gewitter aufzog. Also wieder rein ins Auto und über die SS624 in Richtung Norden nach Palermo gefahren. Unterwegs besserte sich das Wetter wieder und die Sonne kehrte zurück. Man kommt aus den Bergen nach Palermo und hat, kurz bevor man die Hauptstadt erreicht, eine tolle Aussicht bis zur Küste.
Mir fällt gerade ein, ich wollte ja noch etwas zum Fahrverhalten auf den Straßen erzählen. Straßenschilder sind hier anscheinend nicht einmal Richtwerte. Es gibt zwar ab und zu mal Blitzer, aber ansonsten wird recht „frei“ gefahren. Bei erlaubten Tempo 100 und einer Geschwindigkeit mit 130 wurde ich bei doppelt durchgezogener Linie reihenweise überholt. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sollte man sich also einfach überlegen wie schnell man fahren möchte und sich nichts dabei denken, wenn man ständig überholt wird. Das genau Gegenteil haben wir auch oft genug erlebt. Wieder Tempo 100 und Fahrer, die konsequent nur 50 fuhren.
Nun waren wir endlich in Palermo. Fahren war hier besonders Anstrengend, da Autos, Fahrräder, Fußgänger, Moped, LKWs…von allen Richtungen gleichzeitig kamen. Wir fuhren direkt zu unserem Hotel, dem Bquadro B&B , eine laut Werbung, mafiafreie Unterkunft. Das Hotel lag zwar sehr zentral, aber dadurch wurde es auch nicht einfach einen Parkplatz zu finden. Nach etwas suchen, fanden wir aber tatsächlich einen nur ein paar hundert Meter entfernt in einer Seitenstraße.
Nun wollten wir auch endlich Palermo sehen und gingen los. Am Teatro Politeama aßen wir erst einmal bei KePalle – Arancine d’Autore, Reisbällchen -Super lecker! – und gingen weiter zum noch größeren Teatro Massimo. Dort ist richtig was los, denn drumherum sind viele Bars und Restaurants. Aber noch wollten wir einiges sehen. Daher sind wir weiter zur Cattedrale di Palermo. Die unterscheidet sich sehr von den anderen sizilianischen Kirchen und ist riesig. Nicht weit entfernt ist der Palazzo reale mit dem kleinen Park Villa Bonanno. Inzwischen war es schon dunkel und die Stadt wurde in ein schönes Licht getaucht. Die Straßen waren voller Leute und es herrschte eine schöne Sommerstimmung. Das letzte bauliche Highlight für uns war der Platz Quattro Canti, an dessen 4 Ecken imposante Denkmäler stehen und direkt um die Ecke der große Brunnen Fontana Pretoria liegt. Es gibt noch viel mehr zu sehen, aber leider fehlte uns die Zeit und wir hatten inzwischen Hunger. In der nähe vom Theater gingen wir ins Il Siciliano. Dort war Happy Hour und wir bestellten den großen Tapas Teller. Günstig und lecker! Vollgefuttert mussten wir dann den Rückweg zum Hotel antreten, da wir am nächsten Tag schon sehr früh aufstehen mussten.
Strand in Porto EmpedocleJuno TempelConcordia TempelHeiß…SciattaBquadroAussicht aus dem ZimmerTheaterDas große TheaterKathedraleDer PalastQuattro CantiFontana PretoriaIl Siciliano
Tag 5
Unser Flug zurück ging leider schon Vormittags. Daher mussten wir früh auschecken und zum Flughafen fahren. Dort haben wir das Auto abgegeben, relativ lange an der Sicherheitskontrolle angestanden und sind anschließend wieder mit Laudamotion zurück nach Düsseldorf geflogen.
Ein kurzer Trip für eine so große Insel. Aber trotzdem war es wunderschön. Wir haben viel gesehen und können Sizilien nur wärmstens empfehlen.
Am FlughafenDie Alpen
Reisedaten: 12.-16.Oktober
Parkplatz P13 am Flughafen für 39 €
Flug: Laudamotion Düsseldorf-Palermo 250 € p.P. mit Handegepäck
Mietwagen: Sixt (ECMR) 74 € inkl. Km
Hotels über booking.com:
Taormina, Blue Sky House 83 € inkl. Frühstück, Garage 10 €
Noto, Landolina Palace 75€ inkl. Frühstück
Porto Empedocle, Brezza Marina 55€ inkl. Frühstück
Die Insel Mallorca kennen gefühlt die meisten. Auch wir fahren gerne auf die Insel, gibt es doch auf der Baleareninsel wunderschöne Ecken, leckeres Essen und mediterrane Leichtigkeit. Einige unserer Lieblingsorte möchte ich Euch kurz vorstellen:
Wir haben lange überlegt wohin wir dieses Jahr in Urlaub fahren und schließlich sind wir bei Kroatien hängen geblieben. Wir wollten dort sowieso schon lange hin, also wieso irgendwo auf einen anderen Kontinent fliegen, wenn es noch europäische Länder gibt, die wir nicht kennen. Also informierten wir uns, wo es etwas interessantes zu sehen gibt, welche Ecken besonders schön sind und wo wir noch eine Unterkunft bekommen. Schließlich standen unsere Reiseroute und das Abfahrtsdatum fest! Anfang August, für 16 Tage, von Dubrovnik bis auf die Insel Krk. Ein Roadtrip nach Kroatien weiterlesen →
Anfang April sind wir dieses Jahr nach Andalusien gefahren. Genauer gesagt sind wir von Weeze nach Malaga mit Ryanair geflogen. Die Flugverbindung war die bestmögliche, da wir Montag mittags angekommen sind und erst am Mittwochabend wieder abgeflogen. Bei herrlichem Sonnenschein und warmen 25 Grad haben wir als erstes unseren Mietwagen von Avis abgeholt. Für 9 Tage haben wir 232 Euro gezahlt und einen Fiat Panda bekommen. Der Kofferraum ist etwas klein, aber zum Fahren in Spanien ist er sehr gut. Das Beste an dem kleinen Auto ist, man findet überall einen Parkplatz. Rundreise durch Andalusien weiterlesen →
Tag 3 der Rundreise und es stand zunächst die Stadt Nis auf dem Plan. Wir gingen zur alten Festung, von der man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Vieles ist über die Jahre zerstört worden, doch einieg Teile sind immernoch sehenswert. Im Inneren erwartet einen dann ein Park mit römischen Ausgrabungen.
Weiter führte uns der Weg zum Skelettturm Ćele Kula, der eine düstere Geschichte hat. Hier wurden von den Osmanen im 19. Jahrhundert knapp 1000 Schädel in den Turm gemauert. Heute sind noch drei Meter davon erhalten und von einem Gebäude ummauert worden. Road Trip auf dem Balkan (Teil2) weiterlesen →
Ich muss zugeben, über Den Haag hatte ich vorher noch keine Vorstellung, was es dort alles gibt. Aber nachdem wir einen Ort für einen Kurzurlaub über Ostern gesucht haben, stießen wir auf den Regierungssitz der Niederlande. Also warum nicht mal die Königsfamilie besuchen und nach Den Haag fahren. Ein Hotel war schnell gefunden. Die Wahl fiel auf das Ibis City Hotel, dass sich dank der perfekten Lage als Glücksgriff erwies. Ostern in Den Haag weiterlesen →
Mit einem Mietwagen sind wir von Athen nach Korinth gefahren. Über eine Maut-Autobahn waren wir ganz bequem, bei wenig Verkehr, in einer Stunde zunächst am Kanal, der die Peleponnes von Attika trennt und wie ein tiefer Schnitt in der Landschaft aussieht. Dunkelblau liegt das Wasser malerisch inzwischen ockerfarbener Felsen. Von den Brücken hat man eine tolle Aussicht. Schiffe jedoch befahren den Kanal nur noch selten. Kanal von Korinth weiterlesen →
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