Am Morgen bekam ich eine E-Mail von Air Canada, dass unser Flug drei Stunden Verspätung haben würde. Kein Problem – so konnten wir uns Zeit lassen und später entspannt zum Flughafen fahren. Dort gaben wir den Mietwagen ab, checkten ein und erhielten aufgrund der Verspätung Gutscheine für Essen und Getränke.
Der Flug selbst, diesmal in einer Boeing 787, war ruhig und angenehm. Beim Landeanflug fiel uns jedoch auf, dass die Luft deutlich diesig war – verursacht durch die zahlreichen Waldbrände im Westen Kanadas, deren Rauch teils hunderte Kilometer weit zieht.



Nach der Landung in Calgary holten wir zuerst unsere Koffer und besorgten uns an der Touristeninformation direkt die Nationalpark-Pässe, die wir für die kommenden Tage benötigen würden. Anschließend übernahmen wir unseren Mietwagen – diesmal einen Nissan Rogue – und fuhren ins Zentrum zu unserem Hotel, dem Best Western Plus Suites Downtown.




Das Hotel lag sehr günstig: einerseits fußläufig zur Innenstadt mit ihren Hochhäusern und der Fußgängerzone, andererseits nah an der 17th Avenue, die für ihre vielen Restaurants, Bars und Cafés bekannt ist. Nach dem Check-in machten wir nur noch einen kurzen Spaziergang durch die Nachbarschaft und kauften im Supermarkt ein. Für den nächsten Tag stand die Stadterkundung auf dem Programm.





Calgary – Innenstadt & Bow River
Am nächsten Morgen ging es los zu den Wolkenkratzern und zur 7th Avenue, der zentralen Fußgängerzone. Calgary ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt Albertas und gilt als wirtschaftliches Zentrum der kanadischen Prärie, vor allem durch die Energie- und Ölindustrie. Trotz der modernen Skyline gibt es in der Stadt immer wieder kleine Parks, die grüne Akzente setzen.
Im CORE Shopping Centre befinden sich auf der obersten Etage die Devonian Gardens – ein überdachter botanischer Garten, der in vielen Reiseführern empfohlen wird. Nett, aber unserer Meinung nach kein absolutes Highlight. Ähnlich empfanden wir den Olympic Plaza: Hier fanden 1988 die Olympischen Winterspiele statt, doch heute erinnert vor Ort nur noch wenig daran.
Deutlich schöner ist dagegen die Gegend entlang des Bow River. Dort gibt es weitläufige Parkanlagen, Spazierwege und tolle Ausblicke – eine echte grüne Oase mitten in der Stadt. Schließlich landeten wir wieder an der 17th Avenue und aßen im Heaven, einem venezolanischen Restaurant, zu Mittag.
Am Nachmittag schlenderten wir erneut durch die Innenstadt, kamen am Calgary Tower vorbei und ließen den Abend gemütlich in ein paar Bars ausklingen.



































Kananaskis Country – Natur pur
Am nächsten Tag hatten wir genug vom Stadtleben und fuhren westwärts in Richtung Kananaskis Country. Dieses Gebiet ist kein Nationalpark, weshalb man vorab online ein separates Ticket kaufen muss. Wir hielten zunächst an einer Touristeninformation und kauften dort Bärenspray – ein Muss, wenn man in den Rocky Mountains wandern geht. Das Spray wird personalisiert, weshalb man es weder weiterverkaufen noch gebraucht kaufen sollte.





Unser erstes Ziel waren die Troll Falls. Wir parkten das Auto und wanderten durch einen wunderschönen Wald, stetig leicht bergauf. Unterwegs sahen wir immer wieder kleine Hörnchen, die durch das Unterholz huschten. Die Wasserfälle selbst waren sehr hübsch – bei einem konnte man sogar hinter dem Wasserfall entlanglaufen.










Anschließend fuhren wir weiter durch das Tal zu den Kananaskis Lakes. Unterwegs begegneten wir sogar Bergziegen. Die Landschaft ist hier absolut traumhaft: Berge, Wälder, Seen – wilde Natur pur. Leider war die Sicht durch den Rauch der Waldbrände etwas eingeschränkt, was der Schönheit aber nur wenig nahm.
Wir verbrachten noch einige Zeit an den Seen, bevor es zum nächsten Ziel ging: der Blackshale Creek Suspension Bridge. Dafür parkten wir am Straßenrand und wanderten bergauf bis zur Hängebrücke. Auch diese Gegend war landschaftlich beeindruckend und sehr ruhig.














Abschied von Calgary
Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz beim Olympiazentrum von Calgary, konnten es jedoch nur aus der Ferne betrachten, da alles abgesperrt war. Am Abend kehrten wir erneut an die 17th Avenue zurück und gingen dort essen.






Danach hieß es wieder einmal: Koffer packen – denn am nächsten Tag sollte es weitergehen, tiefer hinein in die Rocky Mountains
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