Gut ausgeschlafen fuhren wir mit dem Auto zum nächsten Bahnhof. In der Nähe konnten wir kostenlos parken und nahmen dann die Bahn ins Zentrum von Toronto, der größten Stadt Kanadas. Mit über 6 Millionen Einwohnern im Großraum ist Toronto nicht nur wirtschaftliches Zentrum des Landes, sondern auch eine der multikulturellsten Städte der Welt – mehr als die Hälfte der Bevölkerung wurde außerhalb Kanadas geboren. Unterwegs sahen wir lange Staus und waren sehr froh, nicht selbst im Verkehr zu stehen.
Vom Bahnhof liefen wir direkt zum CN Tower und kauften Tickets für die Aussichtsplattform (44 Euro). Bis wir an der Reihe waren, verging etwa eine halbe Stunde. Zunächst ging es durch eine Ausstellung mit vielen Informationen rund um den Turm. Der CN Tower wurde 1976 fertiggestellt und war mit 553 Metern Höhe über 30 Jahre lang der höchste freistehende Turm der Welt – erst 2007 verlor er diesen Titel. Ursprünglich wurde er als Fernseh- und Funkturm gebaut, ist heute aber das bekannteste Wahrzeichen Torontos.









Mit dem Aufzug ging es anschließend in rasantem Tempo nach oben. Nach nur wenigen Minuten standen wir auf rund 350 Metern Höhe. Dank des guten Wetters hatten wir eine fantastische Fernsicht. Der Blick reichte über Downtown, den Lake Ontario und weit ins Umland. Besonders spannend fanden wir den Blick auf den kleinen Billy Bishop Toronto City Airport, der ausschließlich per Fähre oder Tunnel erreichbar ist, sowie auf das direkt benachbarte Baseballstadion. Dort wurde gerade das Dach geöffnet– unten hatten wir bereits viele Fans der Toronto Blue Jays gesehen, die auf dem Weg zum Spiel waren.
Natürlich gab es auch den berühmten Glasboden, der einen freien Blick senkrecht nach unten erlaubt. Leider war das Glas bereits etwas verkratzt, was den Effekt ein wenig schmälerte – der Nervenkitzel blieb aber trotzdem.









In unserem Ticket war außerdem der Zugang zur SkyPod-Plattform enthalten. Diese liegt auf 447 Metern Höhe und ist die höchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform der westlichen Hemisphäre. Dort oben war es deutlich ruhiger, alles wirkte noch einmal kleiner, und die Aussicht reichte spürbar weiter. Wir machten unzählige Fotos.
Vor den Aufzügen hing ein großes Pendel, das die minimalen Schwingungen des Turms anzeigt – selbst in dieser Höhe bewegt sich der CN Tower bei starkem Wind messbar. Nach einem letzten Stopp auf der unteren Plattform ging es schließlich wieder zurück nach unten.










Alternative Viertel & Toronto Islands
Unser nächstes Ziel war Chinatown Toronto und der Kensington Market – ein sehr alternatives Viertel. Bunt, kreativ und ausgefallen, aber stellenweise auch etwas schäbig. Wir hielten uns nicht allzu lange dort auf und liefen zurück Richtung Nathan Phillips Square, vorbei am neuen und alten Rathaus.
















Von dort ging es weiter an der bekannten Bubble-Skulptur vorbei zur Hockey Hall of Fame. Der Eintritt war uns allerdings zu teuer, sodass wir uns nur die frei zugänglichen Exponate in der Eingangshalle anschauten.







Es war inzwischen später Nachmittag, und wir wollten noch etwas Ruhe vom Großstadttrubel. Also liefen wir zum Hafen, kauften ein Fährticket (ca. 5 Euro) und setzten zur Toronto Islands über – genauer gesagt nach Centre Island. Die meisten Besucher waren zu dieser Zeit bereits auf dem Rückweg, sodass es angenehm leer war. Perfekt für uns, um die Skyline von Toronto in aller Ruhe zu genießen. Die Fähren fahren etwa alle 30 Minuten.








Später ging es wieder zurück aufs Festland. Wir liefen zurück zum Bahnhof und nahmen den Zug zu unserem Ausgangspunkt. Da wir inzwischen ordentlich Hunger hatten – und ehrlich gesagt keine große Lust, in Toronto essen zu gehen – machten wir auf dem Rückweg einen Stopp bei The Burger’s Priest. Die Burger dort waren wirklich sehr gut!



Am Abend hieß es dann wieder Koffer packen, denn am nächsten Morgen ging es weiter – der nächste Abschnitt unserer Reise führte uns nach Calgary.
Hier geht es zur Übersicht der Kanada Tour!
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