Über die USA zu den Niagarafällen
Und weiter ging unser Roadtrip. Wir fuhren über die 1000 Islands Bridge zur Grenze, um in die USA einzureisen. Im Vorfeld hatten wir uns bereits informiert, dass wir neben dem ESTA auch ein I-94-Formular benötigen. Letzteres ist nur bei der Einreise auf dem Landweg erforderlich. Wir konnten es direkt vor Ort ausfüllen und zahlten eine Gebühr von 6 US-Dollar. Die Grenzbeamten waren sehr freundlich, es war kaum etwas los und die Einreise verlief völlig unkompliziert.
Als Alternative hätten wir auch eine nördliche Route komplett durch Kanada wählen können, hätten dann aber durch Toronto fahren müssen. Der Grenzbeamte fragte uns, wie lange wir in den USA bleiben wollten, und als wir erklärten, dass wir nur auf der Durchreise seien, musste er lachen und meinte, diese Route sei definitiv angenehmer als durch Toronto zu fahren.
So fuhren wir ein Stück durch die USA, machten einen kleinen Abstecher zu den Finger Lakes, wo wir sogar Rehe sahen, und setzten unsere Fahrt über die Interstate 90 fort. Die I-90 ist eine Mautstraße, die Gebühren wurden automatisch über den Mietwagen abgerechnet – sehr praktisch.






Die Niagarafälle – USA & Kanada
Schließlich erreichten wir die amerikanische Seite der Niagara Falls. Wir parkten auf einem großen, kostenpflichtigen Parkplatz auf Goat Island, konnten von dort aus aber alles kostenlos erkunden.
Unser erster Stopp waren die American Falls und die Bridal Veil Falls. Dazwischen liegt Luna Island, von der aus man sich wirklich mitten im Geschehen fühlt. Wer möchte, kann zusätzlich ein Ticket für die Cave of the Winds kaufen und über Stege bis direkt an den Fuß der Wasserfälle laufen – inklusive garantiertem Nasswerden. Sicherlich ein besonderes Erlebnis.








Wir entschieden uns jedoch, trocken zu bleiben, und gingen auf die andere Seite von Goat Island zu den Horseshoe Falls. In einem riesigen Halbrund stürzen hier gewaltige Wassermassen in die Tiefe – ein absolut beeindruckender Anblick. Es war erstaunlich entspannt, nicht allzu voll und es gibt viel Platz, um Fotos zu machen und einfach nur zu genießen.





Über die Rainbow Bridge fuhren wir anschließend zurück nach Kanada. Die Einreise dauerte ein paar Minuten länger, verlief aber ebenfalls problemlos. Danach steuerten wir unser Hotel, das Kings Inn, an. Parken war kostenlos, und zu den Wasserfällen waren es etwa zwei Kilometer zu Fuß.





Von der kanadischen Seite aus eröffnete sich dann das vollständige Panorama – von den American Falls bis zu den Horseshoe Falls. Hier sieht man die Wasserfälle definitiv noch eindrucksvoller. Wir hatten uns Tickets für Journey Behind the Falls besorgt (ca. 14 Euro) und liefen durch Tunnel zu mehreren Aussichtspunkten direkt hinter und neben den Wasserfällen. Da es früher Abend war, waren nur wenige andere Besucher unterwegs.













Am Ende standen wir auf einer großen Plattform direkt neben den Horseshoe Falls. Langsam wurde es dunkel, und die Beleuchtung der Wasserfälle wurde eingeschaltet – ein magischer Moment. Ein fantastischer Ort, um zu verweilen und die enorme Kraft des Wassers hautnah zu erleben.








Nachdem wir uns losreißen konnten, gingen wir wieder nach oben, suchten uns einen guten Platz am Geländer und warteten auf das allabendliche Feuerwerk. Anschließend holten wir uns noch etwas zu essen, bevor wir zurück ins Hotel liefen.




Noch näher ran – mit dem Boot zu den Fällen
Am nächsten Morgen gingen wir erst durch Downtown und machten uns dann erneut auf den Weg zu den Wasserfällen, denn wir hatten noch eine weitere Tour gebucht: Mit dem Boot direkt vor die Fälle (ca. 25 Euro). Die Fahrt dauert nur rund 30 Minuten, ist aber absolut spektakulär. Das Boot fährt direkt in das Becken der Horseshoe Falls hinein und bleibt dort einige Minuten stehen – umgeben von Gischt, Wellen und ohrenbetäubendem Rauschen.
Wir bekamen zwar Regenponchos, wurden aber trotzdem ordentlich nass. Bei den sommerlichen Temperaturen war das allerdings eher erfrischend als störend.

























Niagara Region & Weiterfahrt nach Toronto
Langsam hieß es Abschied nehmen von den Wasserfällen. Nach dem Check-out fuhren wir noch zum Niagara Whirlpool, wo der Fluss eine scharfe Kurve macht und das Wasser wild rotiert.




Eigentlich wollten wir anschließend gemütlich Richtung Lake Ontario weiterfahren, doch es war ein Unwetter angekündigt. Wir flüchteten kurzerhand in einen Walmart, kauften ein paar Dinge ein und warteten den Regen ab. Zum Glück dauerte das nicht lange, und wir konnten weiterfahren nach Niagara-on-the-Lake, einem charmanten Städtchen dort, wo der Niagara River in den See mündet. Die Fahrt führte uns durch große Weinanbaugebiete.
Spontan hielten wir am Wayne Gretzky Estates und aßen dort zu Mittag. Der Außenbereich war leider geschlossen, sodass wir etwas warten mussten – aber das Essen war hervorragend und die Pause hat sich definitiv gelohnt.








Durch Niagara-on-the-Lake fuhren wir anschließend nur kurz durch, hielten noch einmal am Seeufer und setzten unsere Fahrt Richtung Toronto fort. Einen letzten Stopp machten wir an den Albion Falls, einem kleinen, aber sehenswerten Wasserfall bei Hamilton.




Am Abend erreichten wir schließlich unser Hotel, das Stay Inn in Etobicoke. Wir hatten uns bewusst gegen eine Übernachtung direkt in der Innenstadt entschieden – Staus, teure Hotels und hohe Parkgebühren sprachen dagegen. Im Stay Inn konnten wir kostenlos parken, und eine Bahnstation lag ganz in der Nähe.






Abends fuhren wir noch ins Sherway Gardens, wo wir zu Abend aßen und den langen, ereignisreichen Tag ausklingen ließen.
Hier geht es zur Übersicht der Kanada Tour!
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