Drei Wochen Kanada – Start in Montréal und Québec City
Im Sommer 2024 reisten wir für drei Wochen nach Kanada. Mit Air Canada ging es über Mailand nach Montréal. Die Einreise verlief schnell und unkompliziert. Nachdem wir unsere Koffer abgeholt hatten, übernahmen wir unseren Mietwagen – einen VW Tiguan – und fuhren zu unserem Hotel in Montréal.





Wir kamen bereits am Vormittag an und hatten drei Übernachtungen im Hotel St-Denis gebucht. Das Hotel liegt im Studentenviertel und nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt – eine ideale Lage.




Zunächst fuhren wir mit der U-Bahn ins moderne Zentrum. Unser erstes Ziel war eine lokale SIM-Karte, um in Kanada problemlos navigieren zu können. Bei Bell bekamen wir für rund 10 Euro eine Prepaid-SIM mit viel Datenvolumen, die sofort freigeschaltet war – sehr unkompliziert und überraschend günstig.
Auf dem Weg kamen wir an viel moderner Kunst vorbei, besonders beeindruckend war „The Ring“: Eine riesige, runde Skulptur, die scheinbar schwerelos über der Straße schwebt.
Anschließend besuchten wir die Cathédrale Marie-Reine-du-Monde, eine opulente Kirche aus dem 19. Jahrhundert, die definitiv einen Besuch wert ist.
Zum Abschluss des Tages ging es in die Rue Mackay, um das kanadische Nationalgericht Poutine zu probieren. Kurz gesagt: Es hat uns nicht überzeugt. Die Pommes wurden in Soße ertränkt und waren dadurch sehr weich. Aber gut – wir sollten in den kommenden Wochen noch sehr oft und vor allem sehr gut essen.














Montréal – Altstadt, Hafen und Sonnenuntergang
Am zweiten Tag starteten wir in der Altstadt. Rund um die Rue St-Paul stehen viele schöne, alte Gebäude in einer Fußgängerzone – allein das ist in Nordamerika schon etwas Besonderes. Es gab viele Blumen, kleine Geschäfte und zahlreiche Restaurants. Die Atmosphäre war lebendig und ganz anders als am Vortag.
Besonders gut waren die Backwaren von La Cave à Manger, einer Bäckerei im Keller des Marché Bonsecours – absolut empfehlenswert.










Wir kamen am alten Rathaus vorbei und erreichten schließlich die Notre-Dame de Montréal. Der Eintritt ist nicht günstig, aber das Innere der Kirche ist wirklich beeindruckend. Amüsant fanden wir, dass man Kerzen oder Spenden einfach mit Kreditkarte bezahlen kann.







Nach einem hervorragenden Sandwich bei Ciccio’s gingen wir zu den Piers am Hafen und genossen den Blick auf die Skyline von Montréal. Von dort schlenderten wir weiter Richtung Norden und schließlich zurück zum Hotel. Das Wetter war traumhaft, doch am Nachmittag zog es zu und es begann heftig zu regnen.





Am frühen Abend machten wir uns dennoch noch einmal auf den Weg, da der Regen nachlassen sollte. Wir fuhren nach Côte-des-Neiges und liefen von dort zum St.-Josephs-Oratorium. Die Kirche liegt auf einer Anhöhe und wirkt von außen sehr imposant. Die Anlagen rundherum sind schön angelegt, während der Innenraum eher schlicht, modern und stark von Beton geprägt ist. Dafür wurden wir mit einem herrlichen Sonnenuntergang von der Terrasse vor dem Eingang belohnt.












Zum Abschluss des Tages fuhren wir wieder Richtung Altstadt und aßen im Restaurant Venice zu Abend. Die Küche dort ist eine spannende World-Fusion: Tacos, Bowls, indische Einflüsse – wild gemischt, aber richtig gut.
Auf dem Weg zurück zum Hotel entdeckten wir dann noch Feuerwerk in der Nähe – eine schöne Überraschung zum Tagesende.




Tagesausflug nach Québec City
Da wir uns in Montréal bereits alle wichtigen Highlights angeschaut hatten, fuhren wir am nächsten Tag mit dem Auto nach Québec City. Die Fahrt dauert knapp drei Stunden und führt über den Highway 20 in nordöstlicher Richtung. Da es Sonntag war, waren die Straßen angenehm leer, und wir kamen zügig am Parkhaus Station de Ville an. Es liegt direkt im historischen Zentrum und war zudem recht günstig.


Von dort aus erkundeten wir die wohl französischste aller kanadischen Städte. Kleine Gassen führen durch die Altstadt, vorbei an hübschen Gebäuden sowie zahlreichen Cafés und Restaurants.
Besonders schön ist die Basilique-Cathédrale Notre-Dame de Québec gegenüber dem Rathausplatz. Der Eintritt ist kostenlos, und man sollte sich diese Kirche keinesfalls entgehen lassen. Es gibt hier sogar eine Heilige Pforte – eine von nur sieben weltweit –, die zu besonderen Anlässen geöffnet wird.






Später kamen wir am berühmten Château Frontenac vorbei. Davor verläuft eine breite Promenade mit herrlichem Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom, die bis zur alten Festung reicht. Nachdem wir das Panorama in Ruhe genossen hatten, gingen wir hinunter in die Unterstadt, wo Québec ursprünglich entstand. Rund um den Place Royale stehen einige der ältesten Gebäude der Stadt, darunter die kleine Notre-Dame-des-Victoires.












In der Nähe fährt die Funiculaire du Vieux-Québec, eine Standseilbahn, die Ober- und Unterstadt verbindet. Da man dort ausschließlich bar bezahlen konnte – eine absolute Seltenheit in Kanada – und wir kein Bargeld dabeihatten, liefen wir wieder nach oben. Abgesehen von dieser Bahn brauchten wir während der gesamten Reise übrigens kein Bargeld und konnten alles mit Karte bezahlen.










Rückfahrt nach Montréal
Für den Rückweg wählten wir die Route nördlich des Sankt-Lorenz-Stroms über Trois-Rivières. Unterwegs kauften wir in einem Supermarkt noch etwas fürs Abendessen ein und waren beeindruckt von der riesigen Auswahl an Bieren.
Bevor wir zurück zum Hotel fuhren, machten wir noch einen Stopp am Olympiastadion von Montréal, wo 1976 die Olympischen Sommerspiele stattfanden. Der Kuppelbau mit dem markanten Turm wirkt architektonisch sehr interessant. Parken konnten wir kostenlos direkt unter dem Stadion – zwar waren Parkpreise ausgeschildert, doch die Schranken standen offen. Vermutlich, weil gerade keine Veranstaltung stattfand.
Dann hieß es packen, denn am nächsten Tag verließen wir Montréal und setzten unsere Kanada-Reise fort.



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